Donnerstag, 27 Januar 2011 10:08

Erna Schwarz bekommt Trainerpreis

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Erna Schwarz, die Heilbronner Rollkunstlauf-Erfolgstrainerin wurde am Dienstag bei einer feierlichen Preisverleihung im Sp0rt in Stuttgart vor zahlreichen Ehrengästen mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet. Insgesamt konnten die von ihr betreuten Sportler bei Welt- und Europameisterschaften sowie den World-Games 54 Medaillen erkämpfen. Nicht mitgerechnet die zahlreichen Erfolge in den Jugend- und Junioren-Kategorien. SWR-Moderator Michael Antwerpes stellte in einem launigen und unterhaltsamen Interview die Geehrte vor. Der Trainerpreis wurde vom Landessportverband (LSV) in Kooperation mit der Barmer GEK in fünf Kategorien bereits zum 15. Mal verliehen. Olympiasiegerin Heike Drechsler überreichte an Erna Schwarz zusammen mit dem LSV-Präsidenten Dieter Schmidt-Volkmar neben einem Preisgeld von 500 Euro eine wertvolle handgefertigte Skulptur. Eigentlich war ursprünglich Gerhard Mayer-Vorfelder für die Überreichung vorgesehen, der dann leider verhindert war.
Die Laudatio wurde auf der großen Bildleinwand ergänzt mit Fotos ihrer größten Erfolge. Die heutige Diplom-Trainerin Petra Schneider-Blattner wurde 1979 Weltmeisterin. Joachim Helmle wurde ebenfalls unter der Ägide von Schwarz im Jahre 1984 in den USA Rollkunstlauf-Weltmeister und Petra Schneider erkämpfte dort ihren zweiten WM-Titel. Auf diese WM in Fort Worth ist sie besonders stolz, denn mit acht WM-Teilnehmern stellten ihre Schützlinge damals die Hälfte der deutschen Nationalmannschaft. Weltweit geschätzt wurde ihr profundes Wissen besonders auch im Paarlaufen. Die Paarlauf-Europameister Annette Münzing und Michael Seeger, die Vize-Europameister und sechsfachen deutschen Meister Nicole Friedel und Thomas Löhe waren erfolgreiche Medaillenlieferanten. Ein großer Erfolg war ihr zuletzt bei den World-Games 2005 in Duisburg mit dem Bad Friedrichshaller Paar Tanja Baensch und Patrick Friede gelungen. Das Duo gewann die Silbermedaille. Zahlreichen Einladungen folgte sie ins Ausland unter anderem nach Japan und Neuseeland. Noch heute gibt es jedes Jahr Besuche auf der Heilbronner Rollschuhbahn von Rollkunstläufern aus Australien und Japan, die von ihrer großen Erfahrung profitieren wollen. Sie pflegt noch viele Kontakte zu „ihren Ehemaligen“, wo immer sie auch leben. Schon immer schlug ihr Herz neben dem Spitzenleistungssport auch für die Jugend und den Nachwuchs. Der REV Heilbronn, dessen Ehrenmitglied sie ist, konnte in den Jahren 1988 und 1999 das Grüne Band für vorbildliche und erfolgreiche Jugendarbeit entgegennehmen. Diese zwei Auszeichnungen sind sicher auch mit ihr Verdienst. Noch heute betreut sie Talentgruppen im Landesleistungszentrum Heilbronn und steht als Co-Trainerin zur Verfügung, wann immer sie gebraucht wird. Bei der Arbeit mit den jungen Sportlern ist die 78-jährige jung und vital geblieben und immer noch dabei, die Welt zu bereisen. Sigrid Seeger-Losch