Inline-, Fitness- und Speed-Skating

Inline-, Fitness- und Speed-Skating (71)

Montag, 29 August 2022 10:40

ARGE Nachwuchs in Schwarz Rot Gold

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Im Rahmen des Europacups im belgischen Oostende fand auch die Kadetten Challenge statt. Auch drei Nachwuchs Skater aus Baden-Württemberg wurden für das deutsche Aufgebot nominiert.

von links nach rechts:

Lena Majewska (Arena Geisingen Inline Sport – Südbaden)

Alessia Wittmack (Skizunft Kornwestheim – Württemberg)

Lorenz Müller (VfL Ulm – Württemberg)

Text und Bild: Ralf Marosi

Vom 4.bis 11. September finden im italienischen l`Aquila die Europameisterschaften im Inline-Speedskating statt.

Die Bundestrainer haben von der ARGE Speedskating BaWü fünf Sportler für diese internationalen Meisterschaften aus Baden-Württemberg nominiert.

Larissa Gaiser (Senioren / TSUGV Großbettlingen - Württemberg)

Camilo Acosta (Senioren / Arena Geisingen Inline Sport - Südbaden)

Pia Schwörer (Junioren / Arena Geisingen Inline Sport - Südbaden)

Nina Auer (Youth / Arena Geisingen Inline-Sport - Südbaden)

Maurice Marosi (Youth / Speedteam Bodensee - Württemberg)

Wir wünschen unseren Sportlern viel Spaß und Erfolg bei diesen Meisterschaften.

Danke an Thomas Wendt für die tollen Fotos

(Text: Ralf Marosi, Bilder: Thomas Wendt)

Die Inline-Wettkämpfe der World Games sind vorbei und Larissa Gaiser aus Großbettlingen hat sich hervorragend geschlagen. Sie schaffte in den 4 Langstreckenrennen durchweg Top 10 Platzierungen. Eine Medaille konnte sie trotz starker Leistungen leider nicht mit nach Hause bringen.

Es ging bereits am ersten Tag der World Games bei extremer Hitze auf der neu asphaltierten Bahn los. Dies war wohl auch ein Grund, warum nur wenige Zuschauer den Weg auf die provisorischen Tribünen gefunden hatten. Medial waren die Spiele wieder etwas Besonderes. Sport1 zeigte die Rennen live und mit fachkundlichen Kommentatoren. Zumindest in Deutschland eine neue und tolle Erfahrung.

Bereits im ersten Rennen über 10.000 Meter Punkte/Ausscheidung setzte Gaiser mit Platz 5 ein erstes Ausrufezeichen. In einem couragierten Rennen konnte sie 6 Punkte holen. Nur 3 Punkte fehlten zur Silber- und Bronze Medaille. Bereits am Folgetag ging es weiter. Erst auf der 1.000m Distanz und dann am späten Abend über 10.000m. Über die kürzere Distanz war für Gaiser in einem stark besetzten Lauf im Semifinale Schluss. Im 10.000m Ausscheidungsrennen gab sie nochmals alles, musste sich aber mit Platz 10 zufriedengeben. Ihr fehlte bei diesem Lauf einfach die Kraft, resümierte sie im Anschluss.

An Tag 3 ging es ohne Pause weiter auf den Straßenkurs, der leider mehr einem Hindernisparcours glich und für die Skaterinnen und Skater sehr gefährlich war. In den zwei 180 Grad-Kurven mussten die Sportlerinnen und Sportler aufgrund der hohen Geschwindigkeiten teilweise über Bordsteine und Parkflächen springen. Der Frust der Sportler und der Verantwortlichen über die Wahl der Örtlichkeit war groß.

10K-Punkte Ausscheidungs-Rennen

Larissa Gaiser ließ sich nicht beirren und versuchte im 10.000m Punkterennen von Anfang an zu Punkten. Direkt nach dem Start versuchte sie einen Ausreisversuch, wurde aber kurz vor der ersten Punktewertung von Kolumbianerin Johana Viveros und der Ecuadorianerin Gabriela Vargas unglücklich gestellt. In der Folgezeit konnte sie nicht mehr in die Punktesprints eingreifen und wurde am Ende Neunte.

Im Schlussrennen über die 15.000m Ausscheidung zeigte Sie ihr bestes Rennen bei den World Games. Sie fuhr große Teile des Rennens von vorne und überstand Ausscheidung für Ausscheidung. In einem hitzigen Finale wurde sie als letzte ausgeschieden, was eigentlich Platz 4 bedeutet hätte. Nachdem das Rennen aufgrund von Einsprüchen durch die Schiris per Videobeweis nochmals komplett geprüft wurde, wurde sie am Ende plötzlich auf Platz 8 gelistet. Für sie selbst und auch für die Verantwortlichen und Zuschauer nicht nachvollziehbar, da sie im Rennen durch die Schiedsrichter nicht ausgeschieden wurde. Dennoch kann sie auf ihre couragierte Leistung sehr stolz sein. Medaillen gab es für Deutschland dennoch. Laethisia Schimek (Groß-Gerau) holte Gold über 500m, Simon Albrecht (Groß-Gerau) im 1-Lap Wettbewerb und Nils Bühnemann (Halle) über 10.000m Punkte Bronze. Damit wurde das Ziel von mindestens einer Medaille übertroffen und der Inline-Sport bleibt in der Top-Förderung für nicht olympische Sportarten für die nächsten 4 Jahre.

Bericht: Ralf Marosi

Foto: Andreas Ratzke

Letzten Mittwoch war es endlich so weit. Larrisa Gaiser flog mit Laethisia Schimek, Simon Albrecht (beide Groß-Gerau) und Nils Bühnemann (Halle) zu den diesjährigen World Games. Die vier Sportlerinnen und Sportler hatten sich letztes Jahr bei der WM in Kolumbien für die Wettkämpfe im amerikanischen Birmingham qualifiziert. Für Larissa Gaiser der bisher größte Erfolg in Ihrer Karriere. Die World Games sind eine Parallel-Veranstaltung für Sportarten, die nicht Olympisch sind, aber eine hohe weltweite Verbreitung haben.

Es begann für Gaiser alles bei der WM in Kolumbien im letzten November. Nachdem die Nummer 1 in Deutschland, Mareike Thum überraschend ihr Karriereende verkündet hatte und die Mitkonkurrentin Josie Hofmann (Gera), die sich für die Olympia-Quali auf dem Eis entschied, musste Gaiser sprichwörtlich die Kohlen aus dem Feuer holen. Beinahe wäre es für die Nürtingerin gar nicht so weit gekommen. Nach einem unverschuldeten, schweren Sturz im ersten Rennen, musste sie um die Teilnahme an den World Games bangen. Doch sie zeigte sich stark und konnte 3 Top-Ten Platzierungen erlaufen und qualifizierte sich souverän für die World Games.

Im Gegensatz zu anderen Ländern sind Medaillen bei den World Games für die deutschen Inline-Skaterinnen und Skater die Grundlage für die DOSB Sportförderung. Nur wenn Deutschland eine Medaille bei den World Games holt, bleibt der Inline-Sport weiter in der höchsten Fördergruppe für nicht Olympische Sportarten. Das bedeutet zusätzlichen Druck für die 4 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Kurz vor dem Abflug wurde Larissa Gaiser bei ihrem Heimverein noch gebührend Richtung Birmingham verabschiedet und gab uns noch ein kurzes Interview:

Larissa Gaiser, wie sieht Deine aktuelle Form aus?

Gaiser: „Ab Januar 2022 habe ich mit der intensiven Vorbereitung für die World Games begonnen und habe in den letzten Monaten sehr hart trainiert. Gerade bei den Tempowechseln und der Beschleunigung habe ich mich deutlich verbessert und ich fühle mich über die letzten Jahre gesehen am fittesten.“

Hast Du in der Vergangenheit jemals gedacht, mal für Deutschland bei den World Games zu starten?

Gaiser: „Nein, die World Games sind mir erst 2017 so richtig bewusst geworden, da diese ja nur alle 4 Jahre stattfinden. Das habe ich natürlich nicht erwartet“ Was für Strecken wirst Du bei den World Games laufen? Gaiser: „Da ich Langstrecklerin bin, nur die langen Distanzen. Somit die Punkte und Ausscheidungsrennen auf der Bahn und der Straße. Die Mittelstrecke über 1.000m, die ich im letzten Wettkampf vor den World Games in Madeira gewinnen konnte, würde ich auch gerne Laufen, bin aber unsicher wie viele deutsche dort am Ende am Start stehen dürfen.“

Wo siehst Du die besten Chancen auf eine Medaille?

Gaiser: „Eigentlich bei den Ausscheidungsrennen. Aber durch meine gute Beschleunigung habe ich auch gute Chancen bei den Punkterennen.“

Da für die World Games im Gegensatz zu den Olympischen Spielen keine neuen Wettkampfstätten gebaut werden dürfen, entspricht leider die Inline-Speedskatingbahn nicht den Internationalen Vorgaben. Ist das eher ein Vor- oder Nachteil?

Gaiser: „Das Problem haben alle Mitstreiter. Da die meisten von uns auf optimalen Bahnen trainieren, kann dies ein Vorteil für die Skaterinnen und Skater sein, die aus Ländern wie Indien oder Afrika kommen und dort ebenfalls keine tollen Trainingsbedingungen haben. Aber das müssen wir abwarten. Ich erwarte jedoch komplett andere Rennen als bei der WM oder EM. Da pro Land und pro Rennen nur eine Person an den Start gehen darf, gibt es keine Teamtaktik und jeder ist auf sich allein gestellt. Das könnte gerade für die großen Skatenationen problematisch sein.“

Wann geht es für Dich los?

Gaiser: „Mein erstes Rennen ist am 08.07.2022.

Vielen Dank für das Interview. Wir wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück für die Wettkämpfe!

Das Interview führte Andreas Ratzke von TSuGV Großbettlingen

Foto: Larissa Gaiser

Am vergangenen Wochenende (Freitag, 24.06 bis Sonntag 26.06.) fanden in Gera (Thüringen) die deutschen Einzelstreckenmeisterschaften im Inline-Speedskating statt, wo es unter hochsommerlichen Temperaturen auf der 200 m Asphaltbahn um die Meistertitel sowie Silber und Bronze ging.

Die ARGE Rollsport Baden-Württemberg entsendete 18 Speedskater (13x WRIV / 5x SRIV) zu diesen Meisterschaften. Mit am Start auch Roman Laubhan (SSC Heilbronn) in der Altersklasse AK 70 sowie Martin May (TSUGV Großbettlingen) in der Altersklasse AK 50.

Stark dezimiert war das Starterfeld der Aktiven Klasse, da sich einige Sportler bereits auf dem Weg zu den World Games nach Birmingham (USA) befanden. Darunter auch Larissa Gaiser (TSUGV Großbettlingen).

Camilo Acosta (Arena Geisingen) konnte sich mit zweimal Silber und dreimal Bronze die Gesamtwertung in der Aktiven Klasse sichern. Pia Schwörer (Arena Geisingen) überzeugte auf der Langstrecke in der Altersklasse Junioren Damen mit jeweils einer Silbermedaille über 10.000m Punkte & 10.000m Ausscheidung sowie Bronze über 1000 m. Über 500 m Sprint Ausscheidung erreichte die Langstrecklerin Platz 5. Lea Hadzizulfic (TSV Bernhausen) erreichte den fünften Platz in der 200 m Sprint Verfolgung sowie jeweils Platz 6 über die 10.000m Punkte sowie im 10.000m Ausscheidungsrennen.

Bei den Junioren Herren erreichte Marvin Klotz (SSC Heilbronn) eine Silbermedaille im 1000 m Sprint sowie eine Bronzemedaille über die 200 m Sprint Verfolgung und auch über die 500 m Sprintausscheidung. Vierte Plätze gingen unter anderem auch an Jakob Keitel (TSV Bernhausen) über die 200 m Sprint Verfolgung sowie an Marvin Klotz über die 10.000 m Ausscheidung. Julian Stiller (TSV Bernhausen) rangierte im Mittelfeld über alle Distanzen.

In der Altersklasse der Jugend Damen zeigte Nina Auer (Arena Geisingen) eine sehr starke Leistung mit dreimal Gold über 200 m, 500 m und 1000 m sowie zweimal Silber über 3000 m Punkte sowie 5000 m Ausscheidung und sichert sie sich den Gewinn der Gesamtwertung. Katja Kaiser (Arena Geisingen) erreichte Plätze im Mittelfeld.

Starke Ergebnisse gab es auch bei den Jugend Herren. Maurice Marosi (Speedteam Bodensee) sicherte sich dreimal Gold über die 200 m, 500 m und 1000 m sowie einmal Silber über die 5000m Ausscheidung den Sieg in der Gesamtwertung dieser Altersklasse. Manuel Eppinger (TSUGV Großbettlingen) erreichte einmal Silber über die 500 m sowie einmal Bronze in der 200 m Sprint Verfolgung.

In der Altersklasse der Kadetten konnte sich Lena Majewska (Arena Geisingen) bei den Damen eine Silbermedaille im 500 m Sprint sichern, zudem erreichte sie Platzierungen im vorderen Viertel über die restlichen Distanzen. Lorenz Müller (VfL Ulm) erzielte einen starken vierten Platz im 5000 m Ausscheidungsrennen sowie einen sechsten Platz über die 3000 m Punkte. Alessia Wittmack (Skizunft Kornwestheim) erreichte einen sechsten Platz im 3000 m Punkte Rennen. Vereinskollegin Sofia Güntter (Skizunft Kornwestheim) konnte Plätze im Mittelfeld über die 500 m Sprintausscheidung belegen.

Martin May (TSUGV Großbettlingen) belegte Platz 4 auf 500 m sowie Platz 5 über 1000 m. Roman Laubhahn (SSC Heilbronn) sicherte sich einmal Gold auf 3000 m sowie zweimal Silber auf 500 m sowie 1000 m.

Die Gesamtbilanz der Medaillen (ohne AK 70) konnte mit 6x Gold, 10x Silber und 7x Bronze sowie den Gewinn der Gesamtwertungen in den Altersklassen Aktive Herren durch Camilo Acosta, Jugend Damen durch Nina Auer sowie Maurice Marosi bei den Jugend Herren im Vergleich zum Vorjahr noch mal gesteigert werden.

Nächste wichtige Meilensteine für die Speedskater der ARGE Rollsport Baden-Württemberg sind die World Games in Birmingham USA (Mitte Juli), der Europacup im belgischen Oostende (Mitte August) sowie die Europameisterschaften in Italien Anfang September.

Bericht: Ralf Marosi

Bilder: Sofia Güntter (honorarfrei)

Jahresbericht 2021_Speedskating BW_final.pdf

von Ralf Marosi

Koordinator Leistungssport Speedskating ARGE BaWü

Auch in der Sportkommission Inline, Fitness- und Speedskating standen Wahlen an.

Vorsitzende bleibt weiterhin Anna Huber von Speedskating Heilbronn

Als Stellvertreter wurde Thomas Güntter gewählt (Skizunft Kornwestheim)

Zuständig für BWIC und Löwen-Cup ist Martin May (TSV Großbettlingen)

Das Ressort Schiedsrichterwesen wird von Anja Bender betreut (TSV Bernhausen)

Anna Huber wird den Leistungssport nicht mehr betreuen

Zuständig für den Leistungssport ist jetzt Ralf Marosi vom Speedteam Bodensee

Er wird bei den Finanzen für den Leistungssport unterstützt von Antje Müller (VfL Ulm)

Wir wünschen allen viel Freude und Erfolg bei ihrer Arbeit

Jahresbericht WRIV 2019_IFS.pdf Jahresbericht Inline, Fitness und Speedskating - von Anna Huber

Herzlich willkommen Löwen-Kinder

Der Löwen-Cup ist eine Initiative des WRIV im Rahmen des BaWü-Inline Cup und eine spezielle Rennserie für alle Kinder bis ca. 15 Jahre.

Infos unter: http://www.inline-loewen-cup.de/

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