Freitag, 15 September 2017 05:52

Mona Sing gewinnt drei WM-Goldmedaillen für Deutschland Inline Alpin: Winnender Skater bei den Roller Games World Championships in China sehr erfolgreich

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Mona Sing ist mit Top-Läufen zur erfolgreichsten Sportlerin bei den Weltmeisterschaften der Rollsportler in Nanjing (China) geworden. Sie gewann alle Inline-Alpin-Wettbewerbe bei den Frauen: Slalom, Riesenslalom und Kombination. Noah Sing platzierte sich mit je zwei fünften Rängen im Slalom und in der Kombination der Männer hervorragend.

Noah und Mona Sing an der Rennstrecke im Nanjing Jubaoshan Sports Park, B

Mona Sing und Noah Sing von der SV Winnenden sind bei den Roller Games World Championships in der Sechsmillionen-Stadt Nanjing, 300 km westlich von Shanghai, für die Deutsche Inline Alpin Nationalmannschaft gestartet. Die Roller Games wurden zum ersten Mal in der Geschichte des Rollsports ausgetragen. 4000 Athleten aus über 50 Ländern nahmen teil. Eine der hierbei ausgetragenen zehn Rollsportdisziplinen war Inline Alpin Skating. An vier Wettkampftagen wurde ein Slalom, ein Riesentorlauf, ein Kombinationswettbewerb und ein Teamwettbewerb durchgeführt. Vier Tage vor Wettkampfbeginn sind Mona und Noah Sing mit neun weiteren Sportlern der Inline-Alpin Nationalmannschaft nach China gereist und haben sich auf die Wettbewerbe vorbereitet. Bei einem Training auf der Rennstrecke im Nanjing Jubaoshan Sports Park, sah es für die Winnender Skater zunächst nicht gut aus. Mona Sing stürzte im fast 13 % steilen Mittelteil der schwierigen Strecke, wo eine S-Kurve durchfahren werden musste. Auch Noah Sing kam im Training nicht fehlerfrei durch diese Passage. Doch am ersten Wettkampftag lief es besser. Mit zwei technisch sauberen Läufen holte Noah Sing den fünften Platz im Slalom. Mona Sing freute sich nach dem ersten Durchgang über Platz zwei, mit nur 14 hundertstel Sekunden Rückstand auf die Weltranglistenerste Claudia Wittmann vom FC Chammünster. Im zweiten Lauf fühlte Sing sich noch sicherer, legte Bestzeit vor und konnte mit einem Hauch von einer hundertstel Sekunde Vorsprung, in der Summe beider Durchgänge, den Gewinn ihrer ersten Goldmedaille feiern.

Bild Simone Schödlbauer

Am nächsten Tag, beim Riesentorlauf, waren die Abstände deutlicher. Es regnete, der nasse Belag und die kurvenreiche, teilweise steile und rutschige Strecke waren eine echte Herausforderung, die das ganze Können der Läufer abverlangten. Einige Rennläufer schieden aus. Mona Sing jedoch zeigte im ersten Durchgang einen Traumlauf und gewann nach einem sicher gefahrenen zweiten Durchgang mit einem Vorsprung von insgesamt 0.7 Sekunden ihre zweite Goldmedaille. Noah Sing hatte Pech. Während seinem Lauf zum ersten Durchgang regnete es besonders stark, die Sicht war schlecht. Trotzdem war Sing schnell, hatte im unteren Teil der Strecke einen kleinen Fehler fuhr hierdurch am Tor vorbei und schied aus. Am dritten Wettkampftag wurde als Novum ein Kombinationswettbewerb (erster Durchgang Slalom, zweiter Durchgang Riesenslalom) als Ersatz für den geplanten Parallelslalom ausgetragen. Aufgrund der von den Chinesen auf die Straße gestellte Absperrung wurde die Strecke für den Parallelslalom zu schmal. Es war wieder nass. Mona Sing zeigte ihr ganzes Können. Souverän gewann sie sowohl den Slalom im ersten Durchgang, als auch den Riesenslalom im zweiten Durchgang. Mit einem Vorsprung von über zwei Sekunden holte sie die dritte Goldmedaille. Bei den Männern waren die Zeitabstände deutlich geringer. Noah Sing lag nach dem Slalom auf Platz vier. Nach dem Riesenslalom landete er, als zweitbester deutscher Teilnehmer, mit sieben hundertstel Sekunden Rückstand auf den Goldmedaillengewinner im Slalom, dem lettischen Profi-Skirennsportler Kristaps Zvejnieks, auf einem guten fünften Platz.

Das „Abenteuer China“ hat sich für die Winnender Skater gelohnt. Aber auch ohne Medaillen war die Reise nach China ein unvergessliches Erlebnis. Wichtig war den Winnendern und ihren Kameraden vom Nationalteam ihre Sportart populärer zu machen.

Auch der Weltrollsportverband spricht nach 15 Wettkampftagen zufrieden von einem tollen Ereignis, welches 2019 in Barcelona wiederholt werden soll. Im Medaillenspiegel der Roller Games World Championships landete Deutschland mit insgesamt 10 Goldmedaillen auf Platz 4 (1. Kolumbien, 2. Italien, 3. Frankreich, 4. Deutschland, 5. China, 6. USA, …).

Bericht Volker Sing

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