Rollkunstlauf

Rollkunstlauf (191)

Liebe Sportfreunde,

wie vor geraumer Zeit angekündigt, senden wir Euch anbei die aktualisierte Ausgabe der Wertungskriterien mit der Bitte um dringende Weiterleitung an alle Eure Wertungsrichter, aber auch an Trainer und Vereine sowie zur Veröffentlichung.

Die enthaltenen Änderungen sind größtenteils bereits anderweitig kommuniziert worden und sind im Kapitel 5. noch einmal zusammengefasst.

Die Wertungskriterien 2017 ersetzen die bisher gültigen Kriterien mit sofortiger Wirkung.

Mit sportlichen Gruessen

Deutscher Rollsport- und Inline-Verband e.V. Sportkommission Rollkunstlauf

SK RK 20170627 Wertungskriterien 2017 Einzellaufen.pdf

Eine tolle Überraschung hatte der Präsident des Württembergischen Rollsport- und Inline-Verbandes WRIV, Richard Gussmann, bei der Siegerehrung der württembergischen Meisterschaften am 18. Juni in der Rollsporthalle in Eppingen parat. Gussmann überreichte den beiden Vorzeigeathleten des Rad- und Rollschuhvereins Eppingen, Eleonora Tissen und Philipp Mähner, für ihre herausragenden Verdienste um den Rollsport die Ehrennadel des WRIV in Bronze und Silber. „Der Name von Eleonora und Philipp ist eng verbunden mit den großen Erfolgen des Eppinger Rollschuhvereins“, sagte Gussmann in seiner Laudatio. Eleonora Tissen gehört zum erlauchten Kreis der Weltspitze in ihrer Sportart, auch wenn im vergangenen Jahr nicht alles nach Wunsch lief. 2016 ist die 19-jährige Studentin zu den Juniorinnen aufgerückt, wo die Leistungsdichte noch enger ist. Bei ihrem ersten WM-Start in Novara/Italien belegte sie im Pflichtwettbewerb als beste Deutsche auf Anhieb den fünften Rang unter 27 Konkurrentinnen, genauso wie bei den Europameisterschaften. Mit dem Gewinn beim internationalen Deutschlandpokal in Freiburg hat Eleonora auch in diesem Jahr ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und freut sich bereits auf die kommenden Wettkämpfe.

Schon seit seinem fünften Lebensjahr steht Philipp Mähner auf Rollen – und das äußerst erfolgreich. Zu seinen größten sportlichen Erfolgen gehören die drei Europameistertitel 2011 bei den Kadetten und der dritte Platz bei der Jugend-Euro 2012 im Paarlauf zusammen mit Eleonora. Von 2012 bis 2015 sammelte der 21-jährige Student an der Uni Freiburg insgesamt 15 Medaillen bei Europameisterschaften und gewann fünfmal den Titel. Bei der Junioren-WM 2015 stand er im Pflichtwettbewerb als Dritter ebenfalls auf dem Treppchen. „Seit 2013 ist für mich verletzungsbedingt kein Kürstart mehr drin“, bedauert der routinierte Spitzenläufer, der in dieser Disziplin und den Shows seine ganze Sprungkraft, Athletik, den künstlerischen Ausdruck, die Ästhetik und Eleganz richtig zur Geltung bringen kann. Deshalb konzentrierte sich Philipp seit ein paar Jahren nur noch auf den Pflichtwettbewerb, wo es vor allem auf Präzision und Akribie ankommt. Dass er sein Metier auch in der Seniorenkonkurrenz beherrscht, belegte Philipp mit dem Vize-Europameistertitel und dem sechsten Platz bei den Weltmeisterschaften im italienischen Novara 2016. Jetzt hat er die Rollschuhe vorerst an den Nagel gehängt, um sich intensiv seinem Studium zu widmen. Für die herausragende sportliche Karriere erhielt Eleonora die Ehrennadel des WRIV in Bronze und Philipp die Auszeichnung in Silber. Für den RRV Eppingen sprach der Sportleiter und langjährige Trainer Marcel Wagner den Beiden seine Glückwünsche aus und überreichte ein Geschenk.

Bericht: Sönke Brenner

Foto: Manuela Mähner

Im Anhang befindet sich der aktualisierte Zeitplan, die Informationen zum Parken sowie die aktuelle Teilnehmerliste.

Die SK-Rollkunstlauf im DRIV hat den Zeitplan und die Nominierungen bekanntgegeben. Im Anhang finden sich die entsprechenden Informationen.

Zum Saisonauftakt vertraten 4 Läuferinnen der SV Winnenden die deutschen Farben beim Internationalen Solotanzwettbewerb in Hettange/Frankreich. Sie erzielten sehr gute Platzierungen und zwei gewannen sogar Pokale.

Das Winnender Team: vorne von link Giuliana Di Donna, Ksenia Gelbing, Mara Beller, Lara Stark, hinten: Trainerin Ingrid Heglmeier

Bei den Espoirs präsentierte Mara Beller einen sehr guten, kantenreinen Tango und lag kurzfristig in Führung. Auch der Denver Shuffle gelang ihr sehr gut, jedoch wurde sie etwas unterbewertet und so belegte sie trotz sehr schöner schwungvoller Kür den 2. Platz.

Mara Beller

Bei den Minis liefen Ksenia Gelbing und Lara Stark beide einen schönen Walzer und Tango. Lara Stark bekam allerdings nicht die verdienten Noten und belegte Platz 5, während sich Ksenia Gelbing über den 3. Platz freuen durfte.

Ksenia Gelbing

Giuliana Di Donna war bei den Cadets am Start und zeigte einen guten Tango und Walzer. Ihre neue Kür gelang ihr super, doch die französischen Wertungsrichter werteten nicht unbedingt neutral und so belegte sie am Ende den 4. Platz. Für alle vier war es der erste internationale Start und sie meisterten diese Premiere trotz großer Aufregung mit Bravour! Ihre Trainerin Ingrid Heglmeier war sehr zufrieden mit ihren Schützlingen.

Bericht: Beate Fisch

Fotos: Oksana Gelbing

Für einen fulminanten Saisonauftakt sorgten Laura-Emily Scheibe und Judith Scheiffele (SV Winnenden Rollsportabteilung) durch einen Doppelsieg in der Juniorenklasse beim internationalen Solotanzwettbewerb „Crystal Tulip Cup“ in Moerkapelle/Holland.

Den Pflichttanz Walzer zeigte Laura-Emily Scheibe in Bestform und bekam sehr hohe Noten und lag hier kurzfristig knapp vor Judith Scheiffele, die ebenfalls sehr sauber lief. Nach dem Styledance Blues, den beide ebenfalls sehr sicher liefen, führte jedoch Judith Scheiffele ganz knapp vor Laura-Emily Scheibe, die zwar insgesamt höhere Noten bekommen hatte, jedoch durch Majoritätsentscheidung der Wertungsrichter knapp hinter Judith Scheiffele blieb.

Somit wurde die Kür mit großer Spannung erwartet. Judith Scheiffele lief als erstes und zeigte ihre Kür fehlerfrei, sehr sicher, mit schwierigen Schritten und Übergängen. Laura-Emily Scheibe präsentierte ihre Kür sehr temporeich, ausdrucksstark, begeisterte das Publikum und die Wertungsrichter mit ihrem Temperament und gewann dadurch die Kombinationswertung knapp vor Judith Scheiffele, die gesundheitlich nicht ganz fit war. Über diesen Doppelsieg freute sich auch ihre Trainerin Ingrid Heglmeier, die beide Läuferinnen seit frühester Kindheit trainiert. Einen besseren Saisonauftakt kann man sich nicht wünschen und die beiden werden sicherlich bei den kommenden Meisterschaften weiterhin für Spannung sorgen.

Die Fotos zeigen das Winnender Team: v. l. Laura-Emily Scheibe, (Trainerin Ingrid Heglmeier), Judith Scheiffele

Bericht: Beate Fisch

Fotos: Ivo Scheibe

Beim traditionellen Internationalen Deutschland-Pokal in der Freiburger Schauenberghalle, dem ersten großen internationalen Leistungstest in dieser Saison, gewannen zwei Athleten aus der Region im den Pflichtwettbewerben die Goldmedaille. Mit über 200 Teilnehmern aus 20 Nationen konnte man diese Veranstaltung durchaus wieder als kleine Weltmeisterschaft bezeichnen. Am Start waren amtierende Welt- und Europameister, welche Rollkunstlauf der Spitzenklasse präsentierten. Die hochkarätigen Teilnehmerfelder, darunter Topathleten vor allem aus Südamerika und natürlich die besten aus Italien und Spanien, konnten sich sehen lassen. Auch Rollkunstläufer aus den USA, Israel und Russland standen auf den Starterlisten.

Markus Lell beim Dreifachsprung

Weltmeister Markus Lell vom REV Heilbronn ging gleich nach dem ersten Pflichtbogen, den er perfekt präsentierte, in Führung. Diese gab er auch bei den nachfolgenden drei schwierigen Figuren nicht mehr ab. Ausnahmsweise waren sich die fünf internationalen Juroren einig und vergaben einstimmig Platz eins. Lells Trainerin Klaudia Rieger-Katzmaier: „Natürlich war Markus zu Beginn auch etwas nervös, aber beim Vorlaufen bekam er seine Nervosität sehr schnell in Griff und siegte souverän“. Für seinen stärksten Konkurrenten, den Vize-Weltmeister Luis De Mattia aus Argentinien lief es bereits bei der ersten Figur nicht optimal und er wurde nur Vierter. Ende Juli wird nun der sprungstarke Heilbronner als einziger deutscher Rollkunstläufer bei den World Games in Polen mit seiner schwierigen Kürdarbietung um Punkte und Medaillen kämpfen.

Philipp Mähner aus Eppingen, der im letzten Jahr mit einem vierten Platz einen hervorragenden Einstand in Freiburg feierte, hat inzwischen die Rollschuhe an den berühmten Nagel gehängt und leider seine erfolgreiche Sportkarriere beendet.

Eleonora Tissen vom RRV Eppingen gewann im Pflichtwettbewerb der Juniorinnen die zweite Goldmedaille für die Region. Zu ihren Konkurrentinnen in dem starken Feld gehöhrten unter anderem Athletinnen aus Argentiniern, Brasilien, Kolumbien, Russland, Italien und Spanien. Mit einer hervorragenden Leistung und klarem Abstand von vier Punkten zur Silbermedaillengewinnerin Annalena Schmid aus Freiburg. Ihr Trainer Marcel Wagner war hoch zufrieden, empfahl sie sich doch damit für wichtige Wettbewerbe dieses Jahres, wie die deutsche Meisterschaft in Bayreuth sowie die Europa- und Weltmeistermeisterschaft in Italien bzw. China.

Eleonora Tissen

Im Pflichtlaufen der Jugendkategorie kam Natalie Rothenbächer (Heilbronn) unter den 23 jungen Sportlerinnen auf einen guten zehnten Platz. Im Kürwettbewerb konnte sie allerdings nicht überzeugen. In der Kombination, die im Gegensatz zur Meisterklasse und den Junioren bei der Jugend noch ausgetragen wird, kam sie vor einer Israelin und einer Schweizerin auf Platz sechs.

Das Trio aus dem Unterland und dem Kraichgau ist dankbar für die Förderung durch die Sporthilfe Unterland, von der es seit Jahren unterstützt wird.

Sigrid Seeger-Losch

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